Umwelttechnik GmbH & Co KG |
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Boden- und Grundwassersanierung FlugplatzParchim |
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| Projekt-Kurzbeschreibung: | ||||||||||||||
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Auf dem Gelände einer ehemaligen sowjetischen Liegenschaft auf dem Areal des Flughafens Schwerin-Parchim bei Parchim wurde im Herbst 1993 bei der Entsorgung von Treibstofftanks im Bereich des Flugvorfeldes eine weiträumige Kontamination des Bodens und des Grundwassers durch Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) festgestellt. Nachfolgende Untersuchungen zeigten einen zusammenhängenden Kontaminationskörper mit fließfähiger Kerosinphase, der sich in Grundwasserfließrichtung ausbreitete. Seit 1999 wird auf dem Gelände eine Sanierungsanlage betrieben. Sie besteht aus einer Grundwasserreinigung mit Phasenabschöpfung zur Entfernung der auf dem Aquifer aufschwimmenden Kerosinphase und einer Bodenluftabsaugung: · Das belastete Grundwasser wird aus 14 Grundwasserzirkulationsbrunnen (GZB) und 20 Abschöpfbrunnen in einen Vorlagetank gefördert. Aus dem Vorlagebehälter wird das Grundwasser über eine Desorptionsanlage gefördert, die aus zwei parallel geschalteten Stripkolonnen besteht. Nach Passage der Stripanlage wird dem Wasser ein Flockungsmittel zur Ausfällung von Eisen zugesetzt. Es durchströmt dann einen Lamellenschrägklärer und anschließend einen Kiesfilter, so dass entstehende Ausfällungen wie z.B. Eisenhydroxid nicht in den sich anschließenden Wasseraktivkohlefilter gelangen können. Das gereinigte Grundwasser wird abschließend über Reinfiltrationsbrunnen und Rigolensysteme wieder dem Aquifer zugeführt. Die Reinigung der schadstoffbelasteten Abluft aus der Desorptionsanlage erfolgt über eine zweistufige Luftaktivkohleeinheit. · Die Phasenabschöpfung zur Förderung des im Kapillarsaum flotierenden Kerosins besteht aus 22 Systemen. Diese sind in den Abschöpfbrunnen und in einem Teil der GZB installiert. Das geförderte Kerosin wird dezentral installierten Sammeltanks zugeführt und ordnungsgemäß verwertet. Seit Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 1999 wurden bereits ca. 150.000 l reines Kerosin (Wassergehalt < 2 %) aus dem Grundwasserleiter entfernt. · Die Bodenluftabsaugung besteht aus insgesamt 5 dezentralen Absaugeinheiten, die jeweils 2 bzw. 3 GZB zusammenfassen. Ziel der Bodenluftabsaugung ist es, die leichtflüchtigen Komponenten abzusaugen und den Kapillarsaum zusätzlich mit Sauerstoff zu versorgen. Dadurch werden die im Boden vorhandenen Mikroorganismen verstärkt zum Abbau der Schadstoffe angeregt. Mittels Unterdruck wird die Bodenluft über die GZB abgesaugt, pro GZB werden ca. 80 bis 120 m³/h Bodenluft gefördert, die über zwei hintereinander geschaltete Luftaktivkohlefilter gereinigt wird. Die Bodenluftsanierung wurde 2003 erfolgreich beendet. Die gesamte Anlagentechnik wird mittels DFÜ gesteuert und überwacht. Auftraggeber für die Sanierung ist der Landkreis Parchim, als zuständige Überwachungsbehörde fungiert das Staatliche Amt für Umwelt und Natur in Lübz. Die Sanierung wird durch ein unabhängiges Ingenieurbüro (Fa. UGUC) überwacht. |
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