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Grundwassersanierung

JVA Brandenburg

Projekt-Kurzbeschreibung:
Ort: Brandenburg an der Havel, Brandenburg
Schaden: LHKW-, MKW-Kontamination
Verfahren: Pump and Treat
Durchsatz: 30 m³/h
Zeitrahmen: 2001 bis 2005
Anlagenverfügbarkeit: 98 %
Auftragsvolumen: 290 T€
Projekt-Foto

Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Brandenburg befinden sich zwei im wesentlichen voneinander getrennte Bereiche mit Grundwasserkontaminationen durch leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) bzw. durch Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW). Der zu sanierende Grundwasserleiter ist ungespannt und hat eine Mächtigkeit von 7 bis 15 m.
Die Schadstoffkonzentrationen betragen bis zu 400 µg/l Summe LHKW, wobei cis-Dichlorethen als Abbauprodukt der primären Schadstoffe als Hauptkomponente auftritt. Eine Kontamination des Grundwassers mit MKW wurde in Konzentrationen bis zu 1.000 µg/l festgestellt. Hier handelt es sich wahrscheinlich um Schalungsöle, die bei der Produktion von Betonfertigteilen eingesetzt wurden.
Durch die Errichtung von jeweils 3 Sanierungsbrunnen in jedem Schadensbereich werden diese hydraulisch getrennt voneinander saniert:
· Das mit LHKW verunreinigte Wasser durchströmt erst eine einstufige Desorptionsanlage (Stripturm), und anschließend einen Kiesfilter, der zur Rückhaltung von Schwebstoffen wie z.B. Eisenhydroxid dient. Nach Passage einer zweistufigen, in Reihe geschaltet  Wasseraktivkohlefiltereinheit wird das Reinwasser in die Vorflut eingeleitet. Die Reinigung der LHKW beladenen Abluft aus dem Stripturm erfolgt über zwei in Reihe geschaltete Luft-Aktivkohlefilter.
· Das mit MKW kontaminierte Grundwasser wird mit Hilfe von Tauchpumpen aus den entsprechenden Brunnen gefördert und in einen Koaleszenzabscheider geleitet. Von dort strömt es im freien Gefälle in einen Vorlagetank. Anschließend wird es, ebenfalls im freien Gefälle in den Vorlagetank LHKW - Rohwasser geleitet und durchläuft dann die Aufbereitungsanlage für das LHKW belastete Wasser.
Die gesamte Anlagensteuerung und -überwachung erfolgt mittels DFÜ.

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Fließschema Grundwassersanierung Brandenburg
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Auftraggeber ist das Landesbauamt Brandenburg, der Betrieb der Sanierungsanlage wird von einem unabhängigen Ingenieurbüro (Fa. GCI) überwacht.

 
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