Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Brandenburg befinden
sich zwei im wesentlichen voneinander getrennte Bereiche mit Grundwasserkontaminationen
durch leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) bzw. durch
Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW). Der zu sanierende Grundwasserleiter
ist ungespannt und hat eine Mächtigkeit von 7 bis 15 m.
Die Schadstoffkonzentrationen betragen bis zu 400 µg/l Summe LHKW,
wobei cis-Dichlorethen als Abbauprodukt der primären Schadstoffe als
Hauptkomponente auftritt. Eine Kontamination des Grundwassers mit MKW wurde
in Konzentrationen bis zu 1.000 µg/l festgestellt. Hier handelt es
sich wahrscheinlich um Schalungsöle, die bei der Produktion von Betonfertigteilen
eingesetzt wurden.
Durch die Errichtung von jeweils 3 Sanierungsbrunnen in jedem Schadensbereich
werden diese hydraulisch getrennt voneinander saniert:
· Das mit LHKW verunreinigte Wasser durchströmt erst eine einstufige
Desorptionsanlage (Stripturm), und anschließend einen Kiesfilter, der
zur Rückhaltung von Schwebstoffen wie z.B. Eisenhydroxid dient. Nach
Passage einer zweistufigen, in Reihe geschaltet Wasseraktivkohlefiltereinheit
wird das Reinwasser in die Vorflut eingeleitet. Die Reinigung der LHKW beladenen
Abluft aus dem Stripturm erfolgt über zwei in Reihe geschaltete Luft-Aktivkohlefilter.
· Das mit MKW kontaminierte Grundwasser wird mit Hilfe von Tauchpumpen
aus den entsprechenden Brunnen gefördert und in einen Koaleszenzabscheider
geleitet. Von dort strömt es im freien Gefälle in einen Vorlagetank.
Anschließend wird es, ebenfalls im freien Gefälle in den Vorlagetank
LHKW - Rohwasser geleitet und durchläuft dann die Aufbereitungsanlage
für das LHKW belastete Wasser.
Die gesamte Anlagensteuerung und -überwachung erfolgt mittels DFÜ.

Fließschema Grundwassersanierung Brandenburg
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Auftraggeber ist das Landesbauamt Brandenburg, der Betrieb der Sanierungsanlage
wird von einem unabhängigen Ingenieurbüro (Fa. GCI) überwacht. |